Das Buch, mit dem ich dieses Jahr nicht mehr gerechnet habe
- Kisa Thaleen

- 23. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Ich gebe zu: Nachdem ich mit dem dritten Band von Lumi & Cass so hinterherhinke, hätte ich nicht damit gerechnet, dieses Jahr noch ein Buch zu veröffentlichen. Welches denn auch?
Zwar habe ich massenhaft angefangene Manuskripte auf meinem Rechner – da wird es bestimmt noch die eine oder andere Überraschung geben –, aber die meisten davon sind noch meilenweit von einer Veröffentlichung entfernt. Und bei manchen Geschichten weiß ich nicht einmal, ob ich sie überhaupt jemals fertigstellen werde.

Ember Night hat mich selbst vollkommen überrascht. Ich habe die Geschichte letztes Jahr kurz vor Weihnachten begonnen und weiß ehrlich gesagt nicht einmal mehr genau, warum. Irgendwie hatte ich Lust, eine Cinderella-Adaption zu schreiben, und ziemlich schnell entstand die Idee, sie als Spin-off zu meiner Engel-Reihe zu konzipieren.
Ich liebe es, neue Geschichten zu lesen, die in einer bereits bekannten Fantasy-Welt spielen: Einzelbände, die für sich stehen und trotzdem Teil eines zusammenhängenden großen Ganzen sind …
Jedenfalls sollte Ember Night ursprünglich nur eine Kurzgeschichte für Social Media werden. Sie wurde allerdings immer länger und immer größer, denn die Geschichte war längst noch nicht zu Ende erzählt.
Dann war Weihnachten vorbei, privat hatte ich einiges um die Ohren und eigentlich sollte ich ja auch noch UTSM fertigstellen … Also lag Ember Night erst einmal auf Eis – bei ungefähr 40.000 Wörtern.
Im Juni hatte ich endlich wieder Zeit und Muße zum Schreiben. An Ember Night setzte ich mich zunächst nur, um wieder ins Schreiben hineinzufinden. Ich konnte ganz ohne Druck an der Geschichte arbeiten, weil ich noch überhaupt keinen Plan für eine Veröffentlichung hatte und sie für mich eher ein Spaßprojekt war.
Tja, ich schätze, das hat mir gutgetan.
Die zweite Hälfte des Buches habe ich innerhalb eines einzigen Monats geschrieben – und nun ist es tatsächlich bald so weit: Im September könnt Ihr die Geschichte lesen!
Ember Night spielt in der kleinen Stadt Roykfjord in Skaldengard, dem Land, aus dem auch Lumi stammt – allerdings mehr als 100 Jahre früher.
Meine Protagonistin Aska arbeitet als Magd für die wohlhabende Familie Vinterdal. Wer also den Vibe von Above the Winter Skies mochte, wird hier auf seine Kosten kommen. Die Familie Vinterdal besteht aus der Mutter Runa und ihren beiden Töchtern Freydis und Ysolde, die Aska das Leben zur Hölle machen.
Jedes Jahr zur Wintersonnenwende findet das bedeutendste Fest des Landes statt: die Glutnacht. Zu ihr gehört auch der legendäre Glutnachtsball, zu dem ausschließlich die Reichen und Adeligen geladen sind.
Völlig überraschend erhält auch Aska eine Einladung. Was sie jedoch nicht weiß: Sie wurde auserwählt, um an einem grausamen Brauch teilzunehmen. Jedes Jahr wird eine junge Frau geopfert, die eine Nacht lang den reichen und mächtigen Männern der Stadt zur Verfügung stehen soll.
Ein alter Brauch besagt:
Je dunkler das Schicksal der Glutbraut, desto heller das kommende Jahr für die Stadt Roykfjord.
Ihr seht schon: Es wird ziemlich düster. Aber natürlich gibt es auch einen Hoffnungsschimmer. Denn unter den Mächtigen befindet sich der geheimnisvolle Lord Haldren – und er setzt alles daran, Aska zu retten.
Aber warum?
Das müsst Ihr schon selbst herausfinden. ;)
Spice gibt es natürlich ebenfalls, wenn auch etwas weniger als in meinen bisherigen Büchern. Ich hoffe, die Geschichte wird Euch trotzdem gut unterhalten.
Ember Night erscheint am 23. September als E-Book und eignet sich perfekt zur Einstimmung auf die dunkle Jahreszeit. Möglicherweise wird es auch eine Printausgabe geben, allerdings steht das derzeit noch nicht ganz fest.
Zum Thema Printbücher folgt demnächst ein gesonderter Blogbeitrag, denn das Ganze ist leider gar nicht so einfach …
Bis dahin: Macht’s gut und genießt den Sommer!



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